Hitzeschutz
Wärmebelastung für die Bevölkerung
Klimatischer Einfluss:
Mit dem Klimawandel steigt die Zahl von Hitzetagen, d. h. Tagen mit einer Tagesmaximaltemperatur der Luft von mindestens 30 °C, im Landkreis. Diese Anzahl schwankt sehr stark zwischen 3 bis 4 Tagen in nördlichen Gemeinden und 11 bis 12 Tagen im Süden des Landkreises.
Sensitivität:
Die Siedlungsdichte hat weiterhin Einfluss auf das Hitzerisiko einer Gemeinde: Je mehr Menschen in einer Gemeinde leben, desto höher ist die Empfindlichkeit dieser Gemeinde gegenüber einer Wärmebelastung.
Auch gelten bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie Senioren, Kleinkinder, chronisch Kranke, aber auch häufig im Freien arbeitende Personen als besonders anfällig für Hitzestress und stellen Risikogruppen (auch vulnerable Gruppen genannt) dar.
Das bauliche Umfeld hat ebenso einen Einfluss auf den Grad der sommerlichen Wärmebelastung. Lokal unterscheiden sich die Temperaturen in einer Siedlung von denen im unbebauten Umland, da die Bebauung als Wärmespeicher der Sonneneinstrahlung fungiert und einen lokalen Temperaturanstieg zur Folge hat. Enge Straßen und fehlende Freiflächen führen gleichzeitig zur verminderten Durchlüftung von Siedlungen und damit einhergehend zur geringeren nächtlichen Abkühlung. Der als „städtische Wärmeinsel“ bezeichnete Effekt tritt nicht nur in großen Städten auf, sondern kann auch in kleinen Siedlungen beobachtet werden. Eine Fallstudie zum sommerlichen Wärmeinseleffekt im Großraum Berlins zeigte beispielsweise, dass der maximale Temperaturunterschied zwischen Innenstadt und Umland in den Monaten Mai bis September auf über 11 Kelvin ansteigt (UBA 2023). Im Landkreis Kronach sind die südlichen Kommunen, allen voran die Stadt Kronach, überdurchschnittlich stark betroffen.
Lösungsansätze/Maßnahmen:
Der Klimawandelfolge 'Wärmebelastung der Bevölkerung' begegnen wir im Fokus-Handlungsfeld 'Hitze & Gesundheit' mit zwei prioritären Maßnahmen:
- Wir führen Informationskampagnen zu hitzeangepasstem Verhalten und Eigenvorsorge für möglichst alle vulnerablen Bevölkerungsgruppen während der Sommermonate und präventiv durch.
- Über eine neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe „Hitze und Gesundheit“ bauen wir ein Multiplikatoren-Netzwerk auf, um alle vulnerablen Gruppen erreichen zu können, stimmen unsere Aktionen ab, evaluieren diese auf Wirksamkeit und schaffen damit Synergien in unseren Bemühungen.
Best Practice / aktuelle Angebote
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Mit dem Start in den Hitzesommer 2026 hat das Klimaanpassungsmanagement in Kooperation mit der Gesundheitsregion plus und der AOK Bayern im Freibad Marktrodach eine Hitzeschutzaktion für Klein & Groß durchgeführt. Was es da zu sehen, zu schmecken und zu erfahren gab, können Sie hier sehen. Diese und ähnliche Aktionen sind auch in Schulen oder in abgewandelter Form in anderen Einrichtungen möglich. Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne! |
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Das Umweltbildungsteam der Energievision Frankenwald e.V. ist unser Partner speziell für Schulen. Unter dem Motto „Keinen lässt das Klima kalt“ wird gezeigt, was Klimawandel konkret vor Ort bedeutet, wie wir damit umgehen können und was jede/r Einzelne tun kann, um sich anzupassen. Dafür werden unterschiedliche Themen-Module und didaktische Formate angeboten. Diese Module können im Unterricht, an Projekttagen und anderen Formaten für alle Jahrgangsstufen durchgeführt werden. Die Inhalte der Module werden individuell auf die Altersstufe der Klasse und an das vorhandene Zeitfenster (mindestens 3 Schulstunden) angepasst. Die Angebote sind für alle Schulen im Landkreis Kronach kostenfrei! Ziel ist es, Kinder und Jugendliche anzuregen, eigene Problemlösungsstrategien zu entwickeln und in konkreten Handlungsweisen vor Ort umzusetzen. Ein tolles Angebot, das Sie nutzen sollten! Weitere Infos finden Sie unter http://www.klima-macht-schule.de/ Wir vermitteln gerne! |

